Marsala, Küstenkommune im westlichen Sizilien, Italien
Marsala ist eine Küstengemeinde an der Westspitze Siziliens, wo gepflasterte Straßen vom Hafen durch das historische Zentrum bis zur Piazza della Repubblica führen. Die niedrigen Gebäude aus Sandstein und Tuffstein erstrecken sich entlang der Küste, während Weinberge und Olivenhaine die flache Landschaft im Landesinneren prägen.
Die Ortschaft entstand auf den Ruinen der antiken phönizischen Kolonie Lilybaion, die im 4. Jahrhundert vor Christus gegründet wurde und später ein wichtiger römischer Hafen war. Im Jahr 1860 landete Giuseppe Garibaldi mit seinen Freiwilligen hier und begann den Feldzug zur Einigung Italiens.
Der Name der Stadt geht auf den arabischen Begriff Marsa Allāh zurück, was Hafen Gottes bedeutet und an die maurische Herrschaft im Mittelalter erinnert. Auf der Piazza della Repubblica treffen sich Einheimische unter den steinernen Fassaden der Kathedrale und der barocken Stadthäuser, während in den engen Gassen traditionelle Weinkellereien ihre Türen für Besucher öffnen.
Die Altstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden, da die meisten Sehenswürdigkeiten und Weinkellereien innerhalb weniger Gehminuten vom Hauptplatz liegen. An Sommertagen sorgen die Meerbrisen am Lungomare für angenehme Kühle, während die engen Gassen des Zentrums etwas Schatten bieten.
In der Lagune von Stagnone nördlich der Stadt wird seit römischer Zeit Salz gewonnen, wobei die flachen Becken heute noch mit traditionellen Windmühlen betrieben werden. Die salzigen Gewässer spiegeln das Sonnenlicht in verschiedenen Rosa- und Rottönen, was durch Mikroorganismen verursacht wird, die in den Salzpfannen gedeihen.
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