Isola delle Femmine, Küstengemeinde im Nordwesten Siziliens, Italien
Isola delle Femmine ist eine Küstengemeinde in der Provinz Palermo in Nordwestsizilien, etwa 15 Kilometer von der Hauptstadt entfernt. Der Ort liegt am Meer gegenüber einer kleinen unbewohnten Insel, die den gleichen Namen trägt und vom Festland aus gut sichtbar ist.
Die Gegend beherbergte während der normannischen Herrschaft eine Thunfischfabrik, die Tonnara genannt wurde. König Wilhelm II. übertrug die Ländereien im Jahr 1176 offiziell an die Abtei von Monreale und verankerte damit den Ort in der mittelalterlichen Verwaltung Siziliens.
Die Ortschaft entwickelte sich aus einer Gemeinschaft von Fischern und Seefahrern, deren Nachkommen bis heute am Hafen arbeiten. Viele der alten Häuser in den engen Gassen nahe der Küste tragen noch die Spuren dieser maritimen Tradition in ihrer Architektur und Anordnung.
Die Gemeinde liegt auf einer Höhe von etwa 7 Metern über dem Meeresspiegel und ist über die Küstenstraße gut erreichbar. Wer von Palermo aus anreist, folgt der Uferstraße nach Westen und erreicht den Ort nach einer kurzen Fahrt.
Der Name des Ortes entwickelte sich aus der lateinischen Bezeichnung insula Euphemii durch mehrere sprachliche Wandlungen. Trotz der heutigen Form, die auf Frauen hinweist, gibt es keine historischen Belege für eine weibliche Bevölkerung oder Gemeinschaft auf der Insel.
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