Caccamo, Mittelalterliche Hügelstadt in Sizilien, Italien
Caccamo ist ein Ort, der auf steilen Hängen in etwa 521 Metern Höhe liegt und von dort aus auf den See Rosamarina und die tyrrhenische Küste blicken lässt. Die Ortschaft wird von einer großen normannischen Festung überragt, die auf einem Kalksteinfelsen errichtet wurde und die gesamte Siedlung dominiert.
Die normannischen Herrscher bauten 1093 eine massive Befestigung auf dem Kalksteinfelsen und etablierten damit ihre Kontrolle über die Region. Diese Festung prägte über Jahrhunderte hinweg die Entwicklung der darunter liegenden Siedlung und ihrer Bevölkerung.
Die Kathedrale San Giorgio zeigt Kunstwerke aus verschiedenen Epochen, die von der Verbindung zwischen Norman- und süditalienischer Kunsttradition sprechen. Die verzierte Ausstattung mit Marmor und historischen Orgeln lässt sich hier in einer intimen Kirche entdecken, ohne dass Menschenmassen entstehen.
Die Gemeinde liegt zwischen Palermo und Cefalù, mit regelmäßigen Busverbindungen zu beiden Städten, sodass Besucher diese als Ausgangspunkte für Tagesausflüge nutzen können. Die beste Zeit zum Erkunden ist der Herbst und Frühling, wenn das Wetter angenehm ist und nicht übermäßig warm wird.
Unter der Kirche des Fegefeuers befinden sich Katakomben, in denen Skelette in bestimmten Anordnungen aufbewahrt werden, ein Bestattungsbrauch, der bis 1863 andauerte. Dieses Begräbniszeremoniell zeigt, wie lokale religiöse Praktiken sich über Jahrhunderte hinweg unterschieden von anderen Gegenden Europas.
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