Settefinestre, Römische Villa Ausgrabungsstätte in Capalbio, Italien.
Settefinestre ist eine antike römische Villa in der Nähe von Capalbio in der Toskana, die auf einer künstlich angelegten Terrasse errichtet wurde, die von unterirdischen Gängen und Kammern getragen wird. Das Anwesen umfasste Wohnräume mit Mosaikböden, Lagerräume sowie Werkstätten zur Weinherstellung.
Die Villa wurde in der Mitte des ersten Jahrhunderts vor Christus von der Familie Sestii erbaut, die zu den wohlhabendsten Grundbesitzern der römischen Republik gehörte. Im Laufe der Kaiserzeit wechselte das Anwesen mehrfach den Besitzer und wurde schließlich im dritten Jahrhundert nach Christus aufgegeben.
Settefinestre war Teil eines großen Landwirtschaftsbetriebs, in dem Wein hergestellt und in Amphoren abgefüllt wurde, die in ganz Mittelitalien verteilt wurden. In den freigelegten Räumen lassen sich noch heute die Strukturen erkennen, die für die Arbeit der Sklaven und die Verwaltung des Guts genutzt wurden.
Das Gelände liegt auf einem Hügel und erfordert etwas Gehvermögen, um alle Bereiche zu erkunden. Es empfiehlt sich, bequeme Schuhe zu tragen und ausreichend Wasser mitzubringen, besonders in den wärmeren Monaten.
Die Ausgrabungen in den 1970er Jahren gehörten zu den ersten in Italien, bei denen systematische Methoden zur Dokumentation und Analyse von Fundschichten angewandt wurden. Diese Vorgehensweise beeinflusste maßgeblich die Art und Weise, wie archäologische Stätten in der Folgezeit in ganz Europa untersucht wurden.
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