Peltuinum, Römische archäologische Stätte in Prata d'Ansidonia, Italien
Peltuinum ist eine römische Siedlung auf einem Hochplateau in der Gemeinde Prata d'Ansidonia in der Abruzzen, mit erhaltenen Mauern, einem doppelbögigen Stadttor und freigelegten Gebäudefundamenten. Die antiken Wege und Grundrisse zeigen noch heute, wie Wohnbereiche und öffentliche Räume in der Stadt angelegt waren.
Die Siedlung entstand im ersten Jahrhundert v. Chr. und entwickelte sich zu einer wichtigen Station entlang der Via Claudia Nova, einer römischen Straße, die das Landesinnere mit der Küste verband. Ein schweres Erdbeben im fünften Jahrhundert n. Chr. beschleunigte den Niedergang und führte zur endgültigen Aufgabe des Ortes.
Der Tempel mit seinen korinthischen Säulen war wahrscheinlich Apollo geweiht, wie archäologische Funde nahelegen. Besucher können den Grundriss des Heiligtums noch heute erkennen und sich vorstellen, wie hier Rituale stattfanden.
Das Gelände ist frei zugänglich und mit Informationstafeln ausgestattet, die den Grundriss der Anlage erklären. Ein nahegelegenes Museum zeigt die bei den Ausgrabungen geborgenen Objekte und gibt einen tieferen Einblick in das Alltagsleben der Bewohner.
Der Ort diente als offizieller Kontrollpunkt für Tierherden, die auf den alten Wanderwegen zwischen Mittelitalien und Apulien zogen, wo Hirten Gebühren entrichten mussten. Diese Funktion machte ihn zu einem zentralen Knotenpunkt für den Handel und den saisonalen Viehtrieb in der Region.
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