Phlegräische Felder, Vulkanische Caldera in Neapel, Italien
Die Phlegräischen Felder sind eine etwa 13 Kilometer breite vulkanische Caldera in der Metropolstadt Neapel, die 24 Krater, Fumarolen, heiße Quellen und Schlammpools umfasst. Das Gelände liegt westlich der Stadt und erstreckt sich vom Festland bis zu den vorgelagerten Inseln, wobei die aktive geothermische Aktivität an vielen Stellen sichtbare Dampfwolken und verfärbte Böden erzeugt.
Ein gewaltiger Ausbruch vor etwa 39.280 Jahren schleuderte große Mengen Magma aus und formte die heutige Caldera, deren Asche weite Teile Europas erreichte. Seitdem kam es zu kleineren Eruptionen, darunter eine im Jahr 1538, die den Monte Nuovo entstehen ließ.
Die Fumarolen und heißen Quellen ziehen seit Jahrhunderten Besucher an, die in den schwefelhaltigen Dämpfen und den blubbernden Schlammbecken natürliche Phänomene erleben. Viele Orte in der Region tragen Namen aus der antiken Mythologie, was bis heute an die lange Beziehung zwischen Menschen und vulkanischer Landschaft erinnert.
Das Gebiet ist mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln aus Neapel erreichbar, wobei mehrere Krater und Thermalquellen über Wege zugänglich sind. Besucher sollten auf unebenes Gelände achten und bei Kratern mit aktiver Fumarolenaktivität einen Sicherheitsabstand einhalten.
Das Observatorium Vesuv überwacht die Region kontinuierlich mit mehreren seismischen Stationen, die Bodenbewegungen und Gasemissionen aufzeichnen. Im September 2023 ereignete sich hier das stärkste Erdbeben der letzten 40 Jahre mit einer Stärke von 4,2.
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