Suasa, archäologische Stätte in Italien
Suasa ist eine archäologische Stätte einer römischen Stadt in der Region Marche in Mittelitalien. Die Ausgrabungen zeigen die Reste von Wohnhäusern, öffentlichen Gebäuden, Straßen und eines großen Amphitheaters, zusammen mit Überresten eines Forums und eines Theaters, die das urbane Layout von vor etwa 2000 Jahren offenbaren.
Suasa wurde nach der Schlacht von Sentinum im Jahr 295 v.Chr. gegründet, als die Römer die Kontrolle über Mittelitalien etablierten und die vorhandene Bevölkerung verdrängt wurde. Die Stadt wuchs zum Municipium heran und blieb ein wichtiges Verwaltungs- und Handelszentrum bis etwa zum 3. Jahrhundert n.Chr., danach verfiel sie allmählich und war bis zum 6. Jahrhundert vollständig verlassen.
Suasa war einst unter dem Namen Senonum bekannt, abgeleitet von den Galli Senoni, die vor der römischen Besiedlung in der Gegend lebten. Der Ort zeigt bis heute, wie wohlhabende Familien in ihren Häusern mit farbigen Mosaiken und bemalten Wänden lebten und wie der Marktplatz das Zentrum des städtischen Lebens bildete.
Der archäologische Park ist während der Sommermonate von Juli bis September für Besucher zugänglich und kann zu Fuß auf markierten Wegen erkundet werden. Ein nahegelegenes Museum zeigt die besten Funde von der Stätte, und informative Schilder führen durch die Ruinen und erleichtern die Orientierung.
Eine kürzliche Entdeckung unter dem Ausgrabungsteam der Universität Bologna war ein großer Handwerksbezirk mit Werkstätten und Fabriken, die über 5 m tief unter der Erde lagen und zeigten, wie sich die Stadt über Jahrhunderte hinweg in Schichten aufgebaut hatte. Diese Strukturen offenbarten wirtschaftliche Aktivitäten und Produktionsmethoden, die sonst in solchen Stätten selten sichtbar sind.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.