San Gottardo in Corte Church, Gotische Kirche beim Königspalast, Mailand, Italien
San Gottardo in Corte ist eine Kirche im italienischen Gotikstil in Mailand mit einem charakteristischen rosafarbenen Terrakotta-Glockenturm und weißen Marmorsäulen, gekrönt durch eine achteckige Apsis. Der Innenraum bewahrt die mittelalterliche Raumaufteilung und wird durch die künstlerischen Werke an den Wänden geprägt.
Die Kirche entstand 1336 als Kapelle für Azzone Visconti und war ursprünglich der Jungfrau Maria geweiht, bevor sie dem heiligen Gotthard gewidmet wurde. Das Gebäude war ein wichtiger Ort für die Visconti-Familie und zeigt mit seinen architektonischen Merkmalen die künstlerischen Strömungen des 14. Jahrhunderts.
Die Kirche beherbergt bedeutende Kunstwerke, darunter ein Fresko der Kreuzigung aus der Schule Giottos und ein Altarbild von Giovanni Battista Crespi, das den heiligen Karl darstellt. Diese Werke prägen das künstlerische Erscheinungsbild des Ortes und zeigen die handwerkliche Qualität, die man beim Besuch unmittelbar wahrnimmt.
Die Kirche liegt direkt neben dem Königlichen Palast von Mailand und ist über die südliche Seite zugänglich, da der Haupteingang während Renovierungsarbeiten im 18. Jahrhundert verlegt wurde. Der Ort lässt sich leicht zu Fuß erreichen, wenn man durch die Altstadt Mailands spaziert oder von nahe gelegenen Attraktionen kommt.
Der Glockenturm war Standort der ersten öffentlichen Uhr Mailands, die von Sonnenuntergang an 24 Stunden maß und dem angrenzenden Viertel den Namen Contrada delle Ore verlieh. Diese frühe Zeitmessung war damals ungewöhnlich und machte den Ort zu einem Bezugspunkt für das tägliche Leben der Stadt.
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