Werk Gschwent, Militärfestung in Lavarone, Italien.
Forte Belvedere-Gschwendt ist eine österreichisch-ungarische Bergfestung in Lavarone in den norditalienischen Alpen, die auf steilem Felsgelände errichtet wurde. Sie besteht aus mehreren befestigten Stellungen, Kasematten und einem Netz unterirdischer Gänge, die die verschiedenen Gebäudeteile miteinander verbinden.
Das Fort wurde zwischen 1908 und 1912 erbaut, um die österreichisch-ungarische Grenze gegenüber dem Königreich Italien zu sichern. Im Ersten Weltkrieg war es schweren Artillerieangriffen ausgesetzt und wechselte nach Kriegsende in italienischen Besitz.
Der Name des Forts verbindet einen italienischen Begriff für Aussichtspunkt mit dem deutschen Ortsnamen Gschwendt, was seinen grenzübergreifenden Charakter widerspiegelt. Besucher können heute noch originale Ausrüstung und persönliche Gegenstände der Soldaten in den erhaltenen Innenräumen besichtigen.
Der Zugang erfolgt über die Via Tiroler Kaiserjager, wo in der Nähe des Eingangs Parkplätze vorhanden sind. Der Weg zum Fort ist steil, daher empfiehlt sich festes Schuhwerk; für eine vollständige Besichtigung der unterirdischen Abschnitte sollte man etwas wärmere Kleidung mitbringen, da die Temperaturen in den Gängen niedrig bleiben.
Das Fort verfügte über eigene Stromgeneratoren und konnte damit unabhängig von externen Versorgungslinien betrieben werden, was für eine Berganlage dieser Zeit ungewöhnlich war. Diese Eigenversorgung ermöglichte es der Besatzung, auch dann weiterzumachen, wenn die Verbindungsrouten ins Tal unterbrochen waren.
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