Irpinia, Historische Region in Kampanien, Italien
Irpinia ist eine historische Region in Kampanien, Süditalien, die sich über die Provinz Avellino erstreckt und Berge bis zu 1809 Metern sowie tiefe Täler mit Kalksteinformationen umfasst. Die Landschaft wechselt zwischen bewaldeten Höhenzügen, Hochebenen mit Weideflächen und engen Tälern, in denen Weinberge an Hängen wachsen.
Der Name leitet sich vom oskischen Wort für Wolf ab, das Stammessymbol der Hirpiner, die sich im 6. Jahrhundert v. Chr. in diesem Gebiet niederließen. Die Region erlebte später römische Herrschaft, mittelalterliche Feudalherrschaften und wurde schließlich Teil des Königreichs beider Sizilien.
Die Weinkeller der Region öffnen ihre Türen für Verkostungen von Rotweinen, die in alten Kellern reifen und deren Reben auf steilen Hängen wachsen. Besucher können mit Winzern sprechen, die Familientraditionen über Generationen weitergeben und deren Namen oft auf den Flaschenetiketten erscheinen.
Die kurvenreichen Straßen durch die Berge erfordern vorsichtiges Fahren, besonders im Winter, wenn manche Pässe geschlossen sein können. Die meisten Weingüter und historischen Stätten befinden sich in Kleinstädten, die über das gesamte Gebiet verteilt sind, daher ist ein Auto hilfreich.
Die Karstgeologie des Gebiets schafft kühle Mikroklimata in den Weinbergen, die eine späte Ernte ermöglichen und den Trauben eine aromatische Komplexität verleihen, die an französische Alsace-Weine erinnert. Die unterirdischen Wasserläufe und Höhlen aus porösem Kalkstein tragen ebenfalls zur Mineralität der Weine bei.
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