Chiese, Alpenfluss in Trentino und Lombardei, Italien
Der Chiese ist ein Gebirgsfluss, der in den Gletschern des Adamello entspringt und sich durch Trentino und die Lombardei schlängelt. Das Wasser fließt nach etwa 160 Kilometern in den Oglio River und bildet unterwegs mehrere natürliche Becken und Stauseen.
Der Fluss wurde seit Mitte des 20. Jahrhunderts für die Wasserkraftproduktion genutzt, mit mehreren Staudämmen und Kraftwerken, die sein natürliches Erscheinungsbild veränderten. Diese Entwicklungen schufen neue Wasserkörper in der Landschaft und prägten die Region wirtschaftlich.
Im Tal des Chiese haben sich Fischereipraktiken über Generationen bewahrt, wobei lokale Gemeinschaften die Wasserqualität und Fischbestände schützen. Man sieht heute noch traditionelle Fischerei an den ruhigeren Stellen des Flusses, wo sich Menschen am Wasser aufhalten.
Das Wasser ist kalt und die Ufer können felsig und rutschig sein, daher ist geeignetes Schuhwerk und Vorsicht notwendig. Die beste Zeit zum Besuchen ist der Sommer, wenn der Wasserstand niedriger ist und die Wege leichter zugänglich sind.
Die beiden Seen Lago di Malga Bissina und Lago di Malga Bozzo entstanden künstlich in Val di Daone und sind heute wichtig für die Stromproduktion. Trotz ihrer künstlichen Herkunft haben diese Seen eine eigene Schönheit entwickelt und werden von Wanderern und Natur-Enthusiasten besucht.
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