Meloria, Meeresschutzgebiet im Toskanischen Archipel, Italien
Meloria ist ein flaches Felsenriff mit einer Schutzzone für das Meeresgebiet, das etwa 12 Kilometer vor der toskanischen Küste bei Livorno liegt. Das Riff ragt kaum über die Wasseroberfläche hinaus und ist von ausgedehnten Seegraswiesen und kleinen Felsformationen umgeben.
Im Jahr 1284 fand in den Gewässern nahe Meloria eine der wichtigsten Seeschlachten des Mittelmeerraums statt, bei der Genua die Flotte von Pisa vernichtend schlug. Diese Niederlage läutete den Niedergang Pisas als bedeutende Seemacht ein.
Die Unterwasserlandschaft rund um Meloria ist von Seegraswiesen, Korallenriffen und versunkenen Wracks durchzogen, die Taucher aus ganz Europa anziehen. Das klare Wasser macht die versunkenen Überreste gut sichtbar und gibt dem Ort einen besonderen Reiz.
Das Riff ist nur per Boot erreichbar, und für Aktivitäten wie Tauchen oder Angeln sind Genehmigungen erforderlich. Es empfiehlt sich, die Wetterbedingungen im Voraus zu prüfen, da die Gewässer bei Wind unruhig werden können.
Der südliche Leuchtturm von Meloria wurde 1867 erbaut und ist mit gotischen Bögen und vier rechteckigen Pfeilern verziert, was für ein Leuchtturmbauwerk dieser Zeit sehr ungewöhnlich ist. Er ist einer der wenigen Leuchttürme im Mittelmeer mit einer solchen architektonischen Gestaltung.
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