Synagoge, Barocksynagoge in Asti, Italien
Die Synagoge von Asti ist ein barockes Bauwerk mit vier großen Säulen, die korinthische Kapitelle tragen und eine zentrale Kuppel stützen. Das Innere folgt einem rechteckigen Grundriss und ist für die Durchführung jüdischer Zeremonien gestaltet.
Das Gebäude wurde 1786 erbaut und erfuhr 1889 umfangreiche Veränderungen, als die Brüder Jacob und Leonetto Ottolenghi Renovierungen finanzierten. Diese Umgestaltungen sollten die Präsenz des Gebäudes in der Stadt stärker zur Geltung bringen.
Die Synagoge wird nach dem Appam-Ritus genutzt, einem liturgischen Stil, der die Gebete und Gesänge der jüdischen Gemeinde von Asti prägt. Diese Besonderheit unterscheidet die Gemeinde von anderen jüdischen Gemeinschaften in Italien und prägt bis heute die Art, wie hier Gottesdienste gefeiert werden.
Das Gebäude befindet sich in der Via Ottolenghi 8 und kann nur mit Führungen besucht werden, die im Voraus über die jüdische Gemeinde Turin gebucht werden müssen. Es ist ratsam, sich frühzeitig anzumelden, da die Plätze begrenzt sind.
Das Innere beherbergt kunstvoll geschnitzte Holztüren der Lade aus dem Jahr 1809, die acht Tafeln mit biblischen Möbeln zeigen. Diese Tafeln wurden von dem Kunsttischler Bonzanigo gefertigt und stellen ein Meisterwerk handwerklicher Arbeit dar.
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