Marmolada Glacier, Alpengletscher am Marmolada-Berg in Belluno, Italien
Marmolada ist ein Gletscher auf der Nordwand des gleichnamigen Berges in den Dolomiten bei Belluno, die größte Eisfläche der gesamten Region. Der Gletscher bedeckt Felswände und Hochflächen in mehreren tausend Metern Höhe und erstreckt sich über steile Hänge bis hinab zu den Bergstationen.
Während des Ersten Weltkriegs bauten österreichische Truppen im Gletscher ein Tunnelsystem von etwa zwölf Kilometern für militärische Zwecke. Diese unterirdischen Gänge boten Schutz vor feindlichem Feuer und Witterung und verbanden verschiedene Stellungen miteinander.
Im Tal zeigt das Museum Objekte aus den Kriegsjahren und erzählt von Soldaten, die einst im Eis lebten und arbeiteten. Besucher sehen dabei Ausrüstung und Werkzeuge, die Jahrzehnte im Gletscher verborgen waren.
Eine Seilbahn von Malga Ciapela bringt Besucher in wenigen Minuten zur Gletscherstation auf über dreitausend Metern Höhe, wo Skipisten und Wanderwege beginnen. Die Bedingungen am Gletscher ändern sich schnell, warme Kleidung und Sonnenschutz sind auch im Sommer nötig.
Reste der sogenannten Eisstadt liegen noch unter dem Gletscher, wo mehr als zweihundert Soldaten mit Küchen, Krankenstationen und Schlafräumen lebten. Das schmelzende Eis gibt immer wieder Gegenstände und Strukturen aus dieser unterirdischen Siedlung frei.
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