Villa Crespi, Maurische Villa und Luxushotel am Ortasee, Italien
Villa Crespi ist ein Gebäude im maurischen Stil am Ortasee mit einem Minarettturm, Stuckarbeiten und Bögen, die an die Architektur Nordafrikas erinnern. Die Räume zeigen Mosaike, Holzschnitzereien und orientalische Ornamente in den Wänden und Decken.
Cristoforo Benigno Crespi, ein Baumwollhändler, gab die Villa 1879 als Sommerresidenz in Auftrag und nannte sie Villa Pia nach seiner Frau; der Name ist noch heute am Seitentor zu lesen. Der Architekt Angelo Colla entwarf das Gebäude im maurischen Stil, inspiriert von der Architektur des Nahen Ostens, die Crespi bewunderte. Die Familie Crespi besaß die Villa bis 1929, danach wechselte sie mehrfach den Besitzer, bevor sie Ende der 1980er Jahre zum Hotel wurde.
Die Villa trägt den Namen ihres Auftraggebers, eines Baumwollhändlers, der nach seinen Reisen im Orient diese Architektur in Piemont verwirklichen ließ. Heute beherbergt das Anwesen ein Restaurant, das regionale Rezepte mit modernen Techniken umsetzt und Gäste aus vielen Ländern anzieht.
Das Anwesen liegt in der Nähe von Orta San Giulio und ist von Mailand oder Turin aus in etwa eineinhalb Stunden mit dem Auto zu erreichen. Am besten plant man einen Aufenthalt von mindestens zwei Tagen, um die Umgebung und das Seeufer zu erkunden.
Der Turm ist ein minarettartiges Element, kein echtes Minarett, und keine Quelle nennt einen für Besucher offenen Aussichtspunkt. 1914 diente die Villa als Drehort für Giuseppe Pintos Film Iwna, die Perle des Ganges (Iwna, la perla del Gange).
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