Santa Caterina del Sasso, Katholische Einsiedelei in Leggiuno, Italien
Santa Caterina del Sasso ist ein Klosterkomplex, der sich an eine steile Felswand über dem Lago Maggiore in der lombardischen Gemeinde Leggiuno schmiegt. Drei aneinandergereihte Gebäude bilden gemeinsam ein lang gestrecktes Ensemble, dessen weiße Mauern und Arkaden vom Wasser aus gut sichtbar sind.
Ein Kaufmann namens Alberto Besozzi gründete die Anlage im 12. Jahrhundert als Dank für seine Rettung aus Seenot und widmete sie der heiligen Katharina. Dominikaner und später andere Orden erweiterten den Bau über die folgenden Jahrhunderte, bis die Säkularisierung im 19. Jahrhundert den klösterlichen Betrieb beendete.
Der Name verbindet die heilige Katharina von Alexandria mit dem italienischen Begriff für einen rauen Felsvorsprung, der direkt in den See hineinragt. Lokale Fischer und Bootsfahrer benutzen heute noch die kleine Anlegestelle, die seit Jahrhunderten Pilger und Besucher auf dem Wasserweg empfängt.
Man erreicht den Ort zu Fuß über eine lange Treppe vom oberen Parkplatz oder per Aufzug, der die Höhendifferenz überwindet. Fährschiffe legen am eigenen Steg unterhalb des Klosters an und bieten eine entspannte Anreise direkt vom See aus.
Anfang des 18. Jahrhunderts lösten sich fünf große Felsbrocken vom Hang und blieben direkt über dem Kirchendach in einer gewölbten Formation hängen. Diese Steine verharrten dort über ein Jahrhundert lang, bevor sie schließlich entfernt wurden, ohne dass das Gebäude darunter je beschädigt worden wäre.
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