Passo di Foscagno, Gebirgspass in der Lombardei, Italien.
Der Foscagnopass ist ein Alpenpass in der norditalienischen Region Lombardei, der das Veltlin mit Livigno verbindet, auf einer Höhe von 2.291 m. Die Passstraße führt über einen breiten Bergrücken und ist von offenem Felsgelände umgeben, das im Winter vollständig verschneit.
Der Foscagnopass wurde bereits in vormoderner Zeit als Handelsweg genutzt, da er einen der wenigen praktikablen Übergänge zwischen dem Veltlin und dem isolierten Hochtal von Livigno darstellte. Der Ausbau zur asphaltierten Straße im 20. Jahrhundert machte den Pass ganzjährig zuverlässig befahrbar.
Der Foscagnopass liegt auf der Grenze zwischen dem Veltlin und Livigno, zwei Gebieten mit eigenen Traditionen und einem eigenen alpinen Alltagsleben. Wer den Pass überquert, merkt den Unterschied sofort: Livigno ist eine Zollfreizone, was dem Ort einen anderen Charakter verleiht als dem restlichen Italien.
Die Passstraße ist je nach Wetterlage und Schneeräumung im Winter zeitweise gesperrt, daher empfiehlt es sich, vor der Fahrt die aktuellen Straßenbedingungen zu prüfen. Wer den Pass in den Sommermonaten fährt, findet weniger Risiken, sollte aber auf plötzliche Wetteränderungen vorbereitet sein.
Der Foscagnopass liegt auf einer europäischen Wasserscheide: Regenwasser, das auf der Nordseite fällt, fließt schließlich in das Donausystem, während das Wasser auf der Südseite den Weg zum Po nimmt. Diese Wasserscheide verläuft direkt über den Kamm, den die Passstraße überquert.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.