Kloster San Salvatore di Monte Amiata, Romanisches Kloster in Abbadia San Salvatore, Italien
Die Abtei San Salvatore ist ein romanisches Kloster mit einer hohen, schmalen Fassade, die von zwei Glockentürmen gekrönt wird, von denen einer unvollständig bleibt. Im Inneren beherbergt es zweiunddreißig verzierte Säulen in der Krypta, ein bemerkenswertes Beispiel mittelalterlicher Architektur.
Der Langobardenkönig Ratchis gründete das Kloster 743 und machte es zu einem bedeutenden Ort der religiösen Gemeinschaft. Später wurde die Anlage zu einem wichtigen Haltepunkt für Pilger, die entlang der Via Francigena reisten.
Die Kryptenkolonnen zeigen aufwändige Schnitzereien mit Tieren, Pflanzen und geometrischen Mustern, die mittelalterliche Handwerkskunst und religiöse Symbolik dieser Zeit widerspiegeln.
Die kleine Klostermuseum öffnet regelmäßig und zeigt liturgische Schätze wie die Büsten-Reliquie des heiligen Papstes Markus in einer überschaubaren Ausstellung. Der Besuch ist meist entspannt, da der Ort nicht überlaufen ist und Besucher die Details in Ruhe erkunden können.
Fast zehn Jahrhunderte lang beherbergte diese Anlage den Codex Amiatinus, eine der ältesten lateinischen Bibelmanuskripte, bevor es 1786 nach Florenz gebracht wurde. Dieses Manuskript war ein kostbarer Schatz, der die Bedeutung des Klosters als Zentrum des Wissens und der Bewahrung unterstreicht.
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