Kloster Fossanova, Zisterzienserkloster in Priverno, Italien
Fossanova Abbey ist ein Zisterzienserkloster in Priverno, das für seinen frühen gotischen Stil auf italienischem Boden bekannt ist. Das Portal der Kirche wird von vierundzwanzig gekoppelten Säulen flankiert, die das Rosettenfenster tragen, während spitzbogige Kreuzgewölbe die drei Kirchenschiffe überspannen.
Der Bau begann 1163 und endete 1208, als sich der gotische Stil über die Alpen nach Italien ausbreitete. Die Mönche verließen das Kloster im 19. Jahrhundert während der napoleonischen Besetzung und kehrten erst in den 1930er Jahren zurück.
Der leere Sarkophag des Thomas von Aquin steht in der Kirche, wo der Theologe nach seiner Reise nach Lyon im Jahr 1274 verstarb. Seine sterblichen Überreste wurden später nach Toulouse überführt, doch der Ort seiner letzten Tage zieht bis heute Pilger und Gelehrte an.
Das Gelände umfasst mehrere Gebäude, die durch Innenhöfe und Gänge verbunden sind und ein Gefühl klösterlicher Abgeschiedenheit vermitteln. Besucher können die Kirche, den Kreuzgang und die Gemeinschaftsräume besichtigen, sollten aber auf unebene Steinböden und steile Treppen achten.
Der Speisesaal bewahrt eine steinerne Kanzel mit integrierter Treppe, von der während der Mahlzeiten vorgelesen wurde. Die ursprüngliche Holzdecke ruht auf spitzen Bögen, die den Raum in zwei Bereiche unterteilen und die strenge zisterziensische Lebensweise widerspiegeln.
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