Kloster Santo Stefano del Bosco, Kartäuserkloster in Serra San Bruno, Italien.
Die Certosa di Serra San Bruno ist eine Kartause in der Ortschaft Serra San Bruno in der kalabrischen Provinz Vibo Valentia. Die Gebäude stehen auf einem bewaldeten Hügel auf 815 Metern Höhe und umfassen Zellen für die Mönche, eine Kirche, Kreuzgänge aus Stein und eine Bibliothek mit Tausenden alter Bände.
Bruno von Köln gründete die Kartause im Jahr 1091 mit Erlaubnis von Papst Urban II, nachdem er sich in die kalabrischen Berge zurückgezogen hatte. Das Kloster wurde über die Jahrhunderte mehrfach durch Erdbeben beschädigt und anschließend wieder aufgebaut, wobei die romanischen Grundformen erhalten blieben.
Der Name stammt von Bruno von Köln, der hier im elften Jahrhundert eine Klostergemeinschaft nach den strengen Regeln des Kartäuserordens gründete. Die Mönche folgen bis heute einem Leben in Stille und Gebet, wobei sie nur einmal pro Woche gemeinsam durch die umliegenden Wälder spazieren und dabei für Besucher sichtbar werden.
Nur Männer dürfen das Klostergelände betreten, da die Kartäuser einer strengen Ordensregel folgen, die keine weiblichen Besucher zulässt. Am besten besucht man die Anlage an einem Montagvormittag, wenn die Mönche ihren wöchentlichen Spaziergang durch den Wald machen und man sie aus der Ferne beobachten kann.
Ein kleiner See in der Nähe des Klosters wird von natürlichen Quellen gespeist und zieht am Pfingstmontag Gläubige an, die ins kalte Wasser steigen. Die Bibliothek verwahrt heute noch rund 25.000 Bände, darunter religiöse Schriften und wissenschaftliche Manuskripte aus mehreren Jahrhunderten.
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