La Scarzuola, Architektonisches Ensemble in Montegabbione, Italien.
La Scarzuola ist ein architektonisches Ensemble in Montegabbione, das ein Kloster aus dem 13. Jahrhundert mit modernen Bauwerken verbindet und sieben Theater sowie eine Akropolis in der umbrischen Landschaft umfasst. Die Anlage erstreckt sich über mehrere Ebenen mit Säulengängen, Türmen und symbolischen Räumen, die geometrische Formen und figürliche Elemente miteinander verweben.
Franz von Assisi pflanzte an diesem Ort 1218 einen Lorbeer und eine Rose, woraufhin Wasser aus einem nahegelegenen Felsen zu fließen begann. Der Architekt Tomaso Buzzi erwarb das verlassene Kloster Mitte des 20. Jahrhunderts und begann, seine persönliche Stadt aus Stein und Traum daneben aufzubauen.
Der Architekt Tomaso Buzzi gestaltete den Ort nach seiner Vorstellung einer idealen Stadt und verband dabei klassische Bauformen mit surrealistischen Motiven. Die Anlage zeigt heute eine Sammlung von Theatern und Treppen, die Besucher durch verschiedene architektonische Stimmungen führen und Bühne und Bau miteinander verschmelzen lassen.
Besichtigungen erfordern eine Voranmeldung für Gruppen ab acht Personen, wobei Führungen auf Italienisch und gelegentlich auf Englisch angeboten werden. Die verschlungenen Wege und zahlreichen Treppen machen festes Schuhwerk ratsam, da sich der Rundgang über unebene Ebenen erstreckt.
Das Ensemble umfasst Bauteile wie die Musiktreppe der sieben Oktaven und den Tempel der weiblichen Riesin, die sakrale und weltliche Themen darstellen. Buzzi ließ viele Elemente bewusst unvollendet, sodass Besucher heute Gerüste, offene Durchgänge und Fragmente sehen, die den Bau selbst zum Teil der künstlerischen Aussage machen.
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