Guntschnabahn, Standseilbahn im Stadtteil Gries, Bozen, Italien
Die Funicolare del Guncina war eine Seilbahn im Grieser Viertel von Bozen, die das Tal mit dem Hotel Reichrieglerhof auf dem Guntschnaberg verband. Sie überwand einen Höhenunterschied von 185 Metern auf einer Strecke von 350 Metern Länge.
Die Seilbahn wurde 1911-1912 von dem Mailänder Unternehmen Ceretti & Tanfani erbaut und mit elektrischer Ausrüstung von Siemens-Schuckert ausgestattet. Sie betrieb 51 Jahre lang ohne Unterbrechung, bis sie am 31. März 1963 stillgelegt wurde.
Die Seilbahn war Teil eines Netzes von Bergbahnen, die die Hügel rund um Bozen für Touristen zugänglich machten. Zusammen mit anderen Bahnen ermöglichte sie es Besuchern, die landschaftlichen Reize der Umgebung zu erkunden.
Die Talstation lag in 300 Metern Höhe und war mit der Grieser Straßenbahn verbunden, während die Bergstation 485 Meter hoch lag. Die Kabinen fassten etwa 20 Fahrgäste pro Fahrt.
Der Gleisweg bestand aus zwei Viadukten und folgte einem Kreisbogen mit einer Steigung von bis zu 673 pro tausend. Dieses steile Profil machte sie zur technisch anspruchsvollsten Seilbahn in ihrer Zeit.
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