San Pellegrino in Alpe, Ortsteil von Castiglione di Garfagnana und Frassinoro (Exklave)
San Pellegrino in Alpe ist eine kleine Ortschaft auf einem Gebirgspass in den Apenninen, an der Grenze zwischen der Toskana und der Emilia-Romagna. Sie besteht aus Steinhäusern mit roten Ziegeldächern, engen Gassen und einem Steinheiligtum, das den Mittelpunkt des Dorfes bildet.
Das Dorf entstand im Mittelalter rund um ein Heiligtum, das dem Heiligen Pellegrino geweiht war und Reisende auf dem Weg über den Pass anzog. Im Laufe der Jahrhunderte war dieser Übergang zwischen den Regionen umkämpft, da er eine wichtige Verbindung zwischen der Toskana und der Emilia-Romagna darstellte.
Das Heiligtum im Dorf zieht noch heute Pilger an, die zu Fuß über die Bergpfade ankommen, wie es seit Jahrhunderten üblich ist. Die Steingebäude rund um den Kirchplatz vermitteln einen Eindruck davon, wie das Leben in dieser Höhenlage seit jeher aussieht.
Die Anfahrt führt über den Passo delle Radici, eine enge und kurvenreiche Bergstraße, die von der Seite der Garfagnana aus besonders steil ist. Das Dorf ist auch über Wanderwege aus den umliegenden Ortschaften erreichbar und lässt sich das ganze Jahr über besuchen.
In der Nähe des Dorfes erhebt sich Monte Forato, ein Felsvorsprung mit einem natürlichen Bogen, der laut einer lokalen Legende entstand, als der Heilige Pellegrino den Teufel so heftig schlug, dass dieser durch den Fels stürzte. Besucher hinterlassen noch heute Steine an der Stelle, um die alte Überlieferung zu ehren.
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