Lago di Piana degli Albanesi, See in Sizilien
Der Lago di Piana degli Albanesi ist ein Stausee in einem Bergtal der Metropolitanstadt Palermo auf Sizilien, umgeben von Pappeln, Weiden und Eichen an den Ufern. Die Kalksteinberge der Serre della Pizzuta erheben sich dahinter und bilden den natürlichen Rahmen für das Gewässer, das auf rund 610 Metern Höhe liegt.
Der Stausee wurde 1920 angelegt und ist damit der älteste dieser Art auf Sizilien, gebaut zu einer Zeit, als die Region ihren Wasserbedarf modernisieren wollte. Im Jahr 1999 übertrug das Energieunternehmen ENEL das Gelände an den WWF, der es seither als Schutzgebiet verwaltet.
Der See liegt nahe der kleinen Stadt Piana degli Albanesi, wo seit Jahrhunderten eine albanisch-orthodoxe Gemeinschaft lebt und ihre eigene Sprache, Liturgie und Trachten pflegt. Am Wasser selbst lässt sich beobachten, wie Fischer und Spaziergänger das Ufer nutzen, als wäre es ein natürlicher Treffpunkt.
Der See ist gut per Straße erreichbar, und entlang der Ufer verlaufen Wanderwege, die auch ohne besondere Ausrüstung begehbar sind. Früh morgens oder am frühen Nachmittag ist die Luft noch frisch und die Tierwelt am aktivsten.
Obwohl der See künstlich angelegt wurde, hat er sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem der wichtigsten Vogelschutzgebiete Siziliens entwickelt, wo Adler und Habichte regelmäßig über dem Wasser kreisen. Wer aufmerksam am Ufer entlanggeht, kann auch Wildschweine und Füchse in den angrenzenden Wäldern beobachten.
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