Villa des Diomedes, Antike römische Villa in Pompei, Italien
Die Villa des Diomedes ist eine großflächige römische Villa außerhalb der Stadtmauern von Pompeji, in der Nähe des Herkulanentors, und gehört zum UNESCO-Welterbe. Sie erstreckt sich über mehrere Ebenen mit Wohnräumen, einem Badebereich, einem Peristyl, Gärten und einem langen unterirdischen Gang.
Die Villa wurde zwischen 1771 und 1774 vom Architekten Francesco La Vega ausgegraben und war eine der ersten großen Villen, die in Pompeji freigelegt wurden. Bei den Ausgrabungen fanden die Arbeiter die sterblichen Überreste von mehreren Dutzend Menschen, die beim Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr. ums Leben gekommen waren.
Die Villa zeigt typische Räume des römischen Alltags, darunter das Tablinum und ein Sommerspeisezimmer, die für Empfänge und Mahlzeiten genutzt wurden. An einigen Wänden sind noch Reste der Fresken im Vierten Stil zu sehen, die einen direkten Eindruck vom Wohngeschmack wohlhabender Römer vermitteln.
Der Eingang befindet sich in der Nähe des Herkulanentors, am Rand der antiken Stadt, und ist gut zu Fuß von den Hauptausgrabungsstätten Pompejis zu erreichen. Da der unterirdische Gang bei Regen rutschig werden kann, empfehlen sich festes Schuhwerk und ein Besuch bei trockenem Wetter.
In der Nähe des Eingangs wurde ein Skelett mit einem Goldring und mehr als 1300 Münzen gefunden, was darauf hindeutet, dass die Person versuchte, das Haus mit wertvollen Gegenständen zu verlassen. Daneben lag ein Schlüssel, möglicherweise noch in der Hand einer Person, die die Tür abschließen wollte.
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