Cathedral of Grottaferrata, Territoriale Abtei in Grottaferrata, Italien.
Die Kathedrale von Grottaferrata ist eine Benediktinerabtei in Grottaferrata, in den Hügeln südöstlich von Rom, die frühchristliche, romanische, byzantinische und barocke Bauelemente in sich vereint. Das Gebäude ist von einer mittelalterlichen Festungsmauer umgeben, die ihm das Aussehen einer befestigten Anlage verleiht.
Das Kloster wurde zu Beginn des 11. Jahrhunderts von dem griechischen Mönch Nilus von Rossano auf den Überresten antiker römischer Bauten gegründet. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Anlage mehrfach umgebaut und erweitert, wobei jede Epoche ihre eigenen Spuren hinterließ.
Die Mönche des Klosters zelebrieren die Liturgie noch heute auf Griechisch, nach byzantinischem Ritus, was für westliche Besucher sehr ungewohnt wirkt. Wer einer Messe beiwohnt, erlebt Gesänge und Rituale, die sich deutlich von der lateinischen Tradition unterscheiden.
Das Kloster liegt in den Albaner Bergen, nicht weit von Rom entfernt, und ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Besucher sollten bedeckte Schultern und Knie mitbringen und sich vorab über die Besuchszeiten informieren, da bestimmte Bereiche während der Gottesdienste geschlossen sein können.
Dieses Kloster ist die einzige noch aktive Einrichtung des italo-griechischen Mönchtums in der Welt, eine Form des Christentums, die nach der Trennung der östlichen und westlichen Kirche in Süditalien entstanden ist. Die Mönche gehören technisch gesehen dem Benediktinerorden an, folgen aber dem byzantinischen Ritus, was eine seltene Kombination darstellt.
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