Marzabotto, Archäologische Stätte in Marzabotto, Italien.
Kainua ist eine etruskische Siedlung aus dem 6. Jahrhundert vor Christus, deren Reste sich über ein großes Areal erstrecken. Die Überreste zeigen klar die orthogonale Anlage mit Straßen, Häusern, Tempeln, öffentlichen Gebäuden, Wasserableitungssystemen und einer befestigten Oberstadt.
Die Siedlung wurde im 6. Jahrhundert v. Chr. gegründet und blühte mehrere Jahrhunderte lang auf, bevor sie im 4. Jahrhundert v. Chr. aufgegeben wurde. Der Niedergang war eng mit den politischen Umwälzungen in der Region verbunden, die das etruskische Macht- und Handelssystem unterminierten.
Der Ort zeigt, wie die Etrusker lebten, beteten und miteinander umgingen, durch sichtbare Tempel, Häuser und Gegenstände aus dem Alltag. Man kann hier unmittelbar nachvollziehen, welche Rolle Religion und Gemeinschaft in dieser antiken Gesellschaft spielten.
Der Ort ist durch gekennzeichnete Wege zugänglich, die es dir ermöglichen, die verschiedenen Stadtteile selbst zu erkunden. Es ist ratsam, bequeme Schuhe zu tragen und auf unebenes Gelände vorbereitet zu sein, da die Ausgrabungen großflächig verteilt sind.
Das Entwässerungssystem des Ortes war bemerkenswert gut entwickelt und zeigt das technische Geschick der Erbauer. Diese unterirdischen Kanäle sind teilweise noch heute sichtbar und ermöglichen einen Einblick in die praktischen Herausforderungen antiker Städte.
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