San Placido, Barockkirche im Zentrum von Catania, Italien
San Placido ist eine spätbarocke Kirche an der Piazza San Placido, zwei Häuserblöcke östlich des Doms von Catania. Die Fassade aus weißem Taormina-Stein ist in der Mitte konkav und endet seitlich in zwei spitzen Strebepfeilern; Statuen des heiligen Placidus und des heiligen Benedikt flankieren die einzige Tür. Innen zeigt sich ein einschiffiger Raum mit kannelierten Halbsäulen, vergoldetem Stuck und vier Seitenaltären mit Gemälden von Michele Rapisardi und Michele De Napoli.
Die Kirche wurde 1409 an der Stelle eines römischen Tempels errichtet, der dem Gott Bacchus gewidmet war. Nach dem verheerenden Erdbeben von 1693 wurde sie im barocken Stil wieder aufgebaut, wie sie heute zu sehen ist.
Das Kloster von San Placido beherbergt heute das Staatsarchiv von Catania und wird von Bürgern für historische Recherchen besucht. Diese neue Nutzung verbindet die religiöse Vergangenheit des Ortes mit modernen Funktionen für die Gemeinschaft.
Die Kirche liegt an der Piazza San Placido, zwei Häuserblöcke östlich des Doms; der Klosterkomplex wird von der Via Vittorio Emanuele II, der Via Landolina und der Via Museo Biscari begrenzt. Das einzige Portal sitzt im konkaven Zentrum der Fassade, hinter einem konvexen schmiedeeisernen Gitter mit dem Benediktuswappen. Im Klostertrakt befinden sich heute das Staatsarchiv und der Palazzo della Cultura für Ausstellungen.
Über dem Portal trug ein marmornes Tympanon eine Tafel mit der Aufschrift „D(ivo) Placido, Sumo patrono sacrae virginis, A.S. MDCCLXIX“. Das Kloster wurde 1873 aufgehoben; seine Gebäude beherbergen heute das Staatsarchiv von Catania und den Palazzo della Cultura.
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