San Pietro, Romanische Kirche in Camaiore, Italien.
San Pietro ist eine romanische Kirche in Camaiore aus behauenen Steinquadern, deren Fassade in drei Abschnitten ansteigt, die den drei Schiffen im Inneren entsprechen. Das einzige mittlere Portal trägt ein Marmorwappen und ein Fresko der Madonna mit Kind zwischen zwei Heiligen unter einem kleinen Dach. Bei der Apsis steht ein quadratischer Glockenturm mit ghibellinischen Zinnen, dessen vier Seiten ein-, zwei- und dreifache Fensteröffnungen haben.
Die Abtei wird erstmals in zwei Urkunden von 761 erwähnt, während der Langobardenherrschaft, als das Herzogtum Lucca die Toskana beherrschte. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts übte der Abt bischöfliche und weltliche Gewalt unter dem Schutz des Heiligen Stuhls aus, und eine Schenkung der Gräfin Mathilde von Canossa finanzierte den Umbau, der zwei Seitenschiffe, einen Giebel und eine Apsis hinzufügte. In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts ging das Kloster an den von Joachim von Fiore gegründeten Florenserorden. Es wurde 1315 von Castruccio Antelminelli und 1329 von Marco Visconti geplündert und niedergebrannt, zusammen mit der Stadt Camaiore.
Der Name der Abtei, San Pietro, verweist auf den heiligen Petrus; der Komplex ist ab 761 bezeugt, als das Herzogtum Lucca die langobardische Hauptstadt der Toskana war. Im Inneren trägt der erste linke Pfeiler eine Freske der heiligen Maria von Ägypten aus dem 14. Jahrhundert, der zweite eine Madonna della Pietà in einem reichen barocken Marmoraltar. Die Kanzel ist aus geschnitztem Holz, über dem modernen Hauptaltar hängt ein gemaltes Kruzifix.
Das Gebäude ist leicht zu erreichen und liegt in der Nähe des Stadtkerns von Camaiore, wo ausreichend Platz für die Erkundung vorhanden ist. Ein Friedhof und Nebengebäude gehören zum Gelände und können bei einem Besuch erkundet werden.
Der Eingangsbogen ist der einzige Rest der zinnenbewehrten Mauern des 13. Jahrhunderts, die die Abtei umschlossen, und war ihr Hauptzugang. Der quadratische Glockenturm trägt ghibellinische Zinnen und auf jeder Seite drei Ordnungen von Öffnungen: Einfach-, Doppel- und Drillingsfenster. Seine vier Glocken, in g-Moll gestimmt, wurden vom Lucceser Gießer Lorenzo Lera gegossen.
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