Kirche Santissima Annunziata, Klosterkirche in Montecosaro Scalo, Italien
Die Basilika Santa Maria a Piè di Chienti, auch Santissima Annunziata genannt, steht frei auf dem Nordufer des Chienti außerhalb von Montecosaro Scalo. Der 1125 erneuerte Bau ist ganz aus Backstein: eine dreischiffige Basilika, deren breiteres, höheres Mittelschiff von einem Dachstuhl gedeckt ist und die in zwei übereinanderliegenden halbrunden Apsiden endet, die untere mit drei Radialkapellen und Umgang.
Die Urkunden der Abtei Farfa, von der die Gründermönche abhingen, nennen die Kirche bereits 936; der heutige Bau wurde 1125 durch den langobardischen Abt Agenolfo neu errichtet, wie zwei Inschriften im Inneren belegen. Die Benediktiner entwässerten die sumpfige Ebene und umgaben die Anlage mit einer Mauer gegen Überschwemmungen und Sarazenenüberfälle. 1477 übertrug Papst Sixtus IV. sie dem Ospedale di Santa Maria della Pietà in Camerino.
Der Name der Kirche wandelte sich über die Jahrhunderte: Vor 1300 hieß sie meist Santa Maria, teils mit dem Zusatz „di“ oder „al Chienti“ nach dem nahen Fluss. Der Klosterkomplex beherbergte zudem kleine Wohnungen und Werkstätten, und seine Messe am 25. März machte ihn zum Handelszentrum.
Die Kirche steht an einem ländlichen Ort am Nordufer des Chienti, knapp außerhalb von Montecosaro Scalo; man erreicht sie mit dem Auto oder zu Fuß am Fluss entlang, nicht von einem Platz aus. Der Boden des Eingangs-Endonarthex liegt tiefer als das Außenniveau, daher auf die Stufe achten.
Die Kirche gehört zum nationalen Kulturerbe Italiens und ist gleichzeitig ein aktiver Gottesdienstraum, was für ein Gebäude dieser Bedeutung vergleichsweise selten ist. Wer genau hinschaut, entdeckt an den Seitenwänden der Kapellen noch Reste originaler mittelalterlicher Fresken, die bei späteren Renovierungen nicht vollständig übermalt wurden.
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