Campo Marzo, Öffentlicher Park in Vicenza, Italien.
Campo Marzo ist ein großer Park in der Nähe des Bahnhofs von Vicenza mit gepflasterten Wegen, Grünflächen und verschiedenen Bereichen zum Spazieren. Die Anlage bietet mehrere Zugänge, Bänke und Brunnen an verschiedenen Stellen.
Bereits vor der Römerzeit diente die Fläche als Begräbnisplatz; Ausgrabungen im 17. Jahrhundert fanden Aschenurnen und Bronzeidole. Eine Urkunde von 1074 nennt 80 von Mauern, Gräben und dem Retrone umgebene Felder, die als Weide genutzt wurden. Die Statuten von 1264 erwähnen öffentliche Hinrichtungen, bei Belagerungen konnte das Gelände zur Verstärkung der Verteidigung geflutet werden. 1612 entstand ein „castello di terra“ für Übungen, der erste belegte militärische Gebrauch.
Der Name ist umstritten: Eine Umfrage von Rete Veneta und Liberi Pensatori ergab 2019, dass 70 % der Einwohner Vicenzas Campo Marzio und 30 % Campo Marzo sagen. Im Mittelalter fanden zwei Jahrmärkte an Sankt Felix (14. August) und Sankt Gallus (16. Oktober) statt, die Venezianer besuchten, um Waren zu kaufen und sie auf dem Fluss nach Venedig zu bringen.
Der Park liegt gleich außerhalb der Altstadt, an der Bahnlinie und am Fuß des Monte Berico, etwa 600 m vom Bahnhof Vicenza entfernt. Ein ab 1702 angelegter gerader Weg führt von Porta Castello über die frühere Wiese bis zum Fluss Retrone und gibt eine klare Orientierungslinie durch die Anlage.
2019 ergab eine Umfrage von Rete Veneta und dem Verein Liberi Pensatori, dass 70 % der Einwohner Vicenzas das Gebiet Campo Marzio und 30 % Campo Marzo nennen. Neu belebt wurde der Streit durch Luciano Parolins Forschung zu rund 650 Dokumenten aus den Stadtarchiven, die im selben Jahr vorgestellt wurde.
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