Buco del Piombo, Schauhöhle und geologische Formation in Erba, Italien.
Buco del Piombo ist eine Höhle bei Erba mit einem beeindruckenden Eingang in den Kalksteinfelsen. Das Innere weist natürliche Formationen auf, die über lange Zeit durch Wasser entstanden sind.
Menschliche Anwesenheit ist seit dem Paläolithikum durch Steinartefakte belegt, und der Neandertaler nutzte die Höhle seit mindestens 60.000 Jahren als Feuersteinbruch. Höhlenbärenreste zeigen, dass Ursus spelaeus hier bis vor etwa 15.000 Jahren überwinterte. Das Mauerwerk der Eingangshalle wurde per Radiokarbon auf die Mitte des 6. Jahrhunderts n. Chr. datiert; der Ort diente als Wehranlage, verstärkt unter Friedrich Barbarossa und später für den Medeghino umgebaut.
In der großen Eingangshalle befand sich ein speläologisches Museum; die Quelle sagt nicht, dass dessen Sammlungen ins Stadtmuseum von Erba kamen. Die Höhle lieferte vollständige Skelette des Höhlenbären und paläolithische Feuersteinwerkzeuge; der Neandertaler gewann hier seit etwa 60.000 Jahren Feuerstein. Königin Margherita von Savoyen besuchte sie.
Die Höhle wurde im Mai 2024 nach Sicherungs- und Renovierungsarbeiten wieder für das Publikum geöffnet, nachdem sie seit 2011 geschlossen war. Der Zugang liegt auf Privatgrund, der Besuch ist kostenpflichtig und geführt; der begehbare Gang reicht 300 Meter in den Berg. Die Eingangshalle ist feucht und rutschig, und die ersten Meter erhalten noch Tageslicht, wo Farne wachsen.
Der Name stammt von der bleigräu gefärbten Patina auf den Steinen, die durch Verwitterung des Kalks entstand. Diese charakteristische Färbung macht die Höhle visuell unterscheidbar von anderen Höhlen in der Gegend.
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