Castello di Monticello, Mittelalterliche Burg in Gazzola, Italien.
Das Castello di Monticello ist ein Schloss in Gazzola mit einer rechteckigen Grundform, die von vier Türmen begrenzt wird: drei mit runder Basis und einer mit quadratischer Basis. Die beiden Innenhöfe sind von diesen Wehrbauten umschlossen und prägen die gesamte Anlage.
1372 wurde das unter der Kontrolle der Familie Arcelli stehende Schloss während eines Aufstands gegen die Visconti von Papsttruppen erobert. Dieses Ereignis markiert einen wichtigen Moment in den lokalen Machtkämpfen dieser Periode.
Die Kapelle neben der Burg ist Santa Maria Maddalena e Santo Stefano Protomartire; sie wurde im 14. Jahrhundert als Oratorium der Burg erbaut. Ihre doppelte Widmung und ihre Lage neben dem Adelssitz zeigen die Verbindung von Gottesdienst und Herrschaft in Monticello.
Die Burg ist Privateigentum und beherbergt einen landwirtschaftlichen Betrieb, ist also nicht öffentlich zugänglich. Die genutzten Teile sind gut erhalten, die ungenutzten dagegen baufällig und einsturzgefährdet. Sie liegt auf 540 m Höhe auf dem Grat zwischen dem Val Trebbia und dem Luretta-Tal und ist von der Fraktion Monticello der Gemeinde Gazzola aus erreichbar.
Im April 1945 verteidigte eine kleine Gruppe von 30 Partisanen das Schloss erfolgreich gegen eine Streitmacht von etwa 400 Nazi-Faschisten. Die Verteidiger erhielten Verstärkung und Artillerieunterstützung, was es ihnen ermöglichte, die zahlenmäßig überlegene Kraft abzuwehren.
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