Visconti-Sforza Castle, Mittelalterliche Burg in Novara, Italien.
Die Visconti-Sforza-Burg ist ein großer viereckiger Backsteinbau, den Herzog Galeazzo Maria Sforza 1468 beginnen ließ und der ältere Strukturen einschließt. Vom früheren Visconti-Kastell steht nur noch das kleine Türmchen an der Nordwestecke mit zugemauerten viscontischen Zinnen und Resten des alten Tors. Nach Norden öffnet sie sich zur Piazza Martiri della Libertà, an den drei anderen Seiten liegen die öffentlichen Gärten der Allea di San Luca.
Die Burg wurde im 13. Jahrhundert gegründet und später von der Familie Visconti erweitert, erreichte aber ihre heutige Form unter Galeazzo Maria Sforza in der Mitte des 15. Jahrhunderts. Diese Umbauphase brachte die charakteristischen vier Ecktürme und verstärkte Befestigungen mit sich, die das Bauwerk prägen.
Der Name der Burg erinnert an zwei杂 Mailänder Herrscherhäuser: die Visconti, die sie im 14. Jahrhundert errichten ließen, und die Sforza, die sie ab 1468 neu aufbauten. Ihr Hof diente während der 170 Jahre als Gefängnis als Freigangshof der Häftlinge, unter denen auch Claretta Petacci, die Geliebte Mussolinis, war. Seit 1973 gehört sie der Stadt Novara.
Die Nordseite des Kastells liegt an der Piazza Martiri della Libertà, an den übrigen drei Seiten erstrecken sich die öffentlichen Gärten der Allea di San Luca. Nach fast zehn Jahren Restaurierung wurde es im Januar 2016 wieder für Besucher geöffnet. Die Altstadt von Novara lässt sich zu Fuß durchqueren.
In der Napoleonischen Zeit wurde die Burg zum Gefängnis und beherbergte 170 Jahre lang Häftlinge, bis die Gefängnisse 1973 nach Bicocca verlegt wurden. Unter den Insassen war Claretta Petacci, die Geliebte Mussolinis. Für den Umbau wurden neue Fenster in die mittelalterlichen Mauern gebrochen, andere zugemauert und die Zinnen entfernt.
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