Castello di Pavone Canavese, Mittelalterliche Burg in Pavone Canavese, Italien
Das Castello di Pavone Canavese ist eine Burg in Pavone Canavese im Piemont, errichtet zwischen dem 9. und 10. Jahrhundert um die Kirche San Pietro, die im Inneren neben dem Hof steht. Die Mauern umschließen einen quadratischen Turm aus dem 11. Jahrhundert, einen Bergfried des 12. Jahrhunderts mit zwei übereinanderliegenden Räumen, einen Nordflügel mit Spitzbogenfenstern von 1326 bis 1346, ein Torturm als Eingang und Rundtürme des späten 14. Jahrhunderts. Seit 1991 beherbergt sie ein Hotel, ein Restaurant und ein Kongresszentrum.
Die Burg entstand aus einer ummauerten Siedlung des 9.–10. Jahrhunderts um die Kirche San Pietro, errichtet zur Zeit der Ungarn- und Sarazeneninvasionen. Am 9. Juli 1000 übertrug Kaiser Otto III. dem Bischof von Ivrea die Gerichtsbarkeit über das Gebiet, wodurch die Burg in bischöflichen Besitz kam. Die Bischöfe fügten im 11. Jahrhundert einen quadratischen Turm hinzu, im 12. einen Bau mit zwei übereinanderliegenden Räumen, zwischen 1326 und 1346 einen Nordflügel mit Spitzbogenfenstern und einen Torturm, Ende des 14. Jahrhunderts Rundtürme. Alfredo d'Andrade, der sie 1885 kaufte, begann 1888 die Restaurierung, die sein Sohn Ruy vollendete.
Der Name des Schlosses stammt vom lateinischen pavo, Pfau, und die kleine Kirche neben dem Hof geht auf die ursprüngliche Siedlung des 9.–10. Jahrhunderts um San Pietro zurück. Im Juni finden auf dem Gelände mittelalterliche Feste statt, die ferie medioevali, und die Kassettendecke im Inneren, nach dem mittelalterlichen König von Italien Arduino benannt, stammt aus dem Schloss von Strambino und zeigt Porträts und Tierfiguren.
Das Schloss ist heute ein funktionierendes Hotel und Restaurant, daher sollte man mit anderen Gästen rechnen, besonders in den Innenbereichen. Die Außenbereiche und Gärten sind zugänglicher als die privaten Zimmer, und ein Besuch sollte mit dem Betriebsrhythmus des Hotels abgestimmt werden.
Die Kassettendecke im Inneren, verziert mit Porträts und Tierfiguren, trägt den Namen Arduino, nach dem mittelalterlichen König von Italien, und stammt vom Schloss Strambino. Neben dem Hof steht innerhalb des Schlosses eine kleine Kirche aus der Zeit des ursprünglichen Baus.
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