Ivrea, Industriestadt des 20. Jahrhunderts, Industrielles Kulturerbe in Ivrea, Italien
Ivrea, Industriestadt des 20. Jahrhunderts, ist eine UNESCO-Stätte aus 27 Gebäuden und Anlagen, die vor allem zwischen den 1930er und 1960er Jahren von italienischen Architekten und Stadtplanern für das Unternehmen Olivetti entworfen wurden. Sie umfasst die großen Officine ICO, Bürobauten wie den Palazzo Uffici, das Sozialdienstzentrum, eine Kinderkrippe, Kantine und Freizeitclub sowie Wohnbauten wie Talponia und die Häuser für leitende Angestellte. Form, Struktur und Materialien blieben unverändert.
Die Stätte wurde zwischen den 1930er und 1960er Jahren von Adriano Olivetti für sein Unternehmen errichtet, das Schreibmaschinen, mechanische Rechenmaschinen und Bürocomputer herstellte. 2008 schlugen die Stadt Ivrea und die Adriano-Olivetti-Stiftung die Aufnahme in die UNESCO-Liste vor; am 1. Juli 2018 wurde sie als 54. italienische Stätte eingetragen, mit geringfügigen Grenzänderungen im Jahr 2021.
Der Komplex ist von Adriano Olivettis Movimento Comunità geprägt, das industrielle Produktion und Architektur in den Dienst der Gemeinschaft stellte. Das Centro dei Servizi Sociali, die Kinderkrippe und die Betriebskantine mit Freizeitclub waren für die Arbeiter und ihre Familien bestimmt, nicht nur für die Produktion. Die Stätte wurde am 1. Juli 2018 als 54. italienische Welterbestätte von der UNESCO eingetragen.
Besucher sollten mit bequemem Schuhwerk zum Erkunden der verschiedenen Areale kommen, da sich die Gebäude über ein großes Gebiet verteilen. Ein Besuch im nahe gelegenen Informationszentrum bietet Karten und Hintergrundinformationen, die bei der Orientierung helfen.
Der Wohnkomplex Talponia ist in eine Hangstruktur eingebettet und zeigt eine ungewöhnliche unterirdische Wohnarchitektur mit terrassenförmig angeordneten Appartements. Dieses Wohnprojekt demonstriert innovative Lösungen für dichte Besiedlung auf kleiner Fläche.
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