Castello di Pilato, Mittelalterliche Burg in Nus, Italien
Das Castello di Pilato ist eine rechteckige Festung in Nus mit zwei Ecktürmen und drei dicken Steinmauern, deren nördlicher Bereich noch Überreste eines großen Kamins zeigt. Die Struktur wird durch einen modernen Treppenaufgang auf der Südseite erschlossen, der Besuchern den Zugang zu den Wehrgängen und zylindrischen Wachttürmen ermöglicht.
Die Herren von Nus errichteten die Festung im 14. Jahrhundert an der Via Francigena, was sie zu einer der ältesten Feudaleigenschaften im Aostatal macht. Die strategische Lage an diesem Pilgerweg war entscheidend für ihre Bedeutung als Kontrollpunkt in der Region.
Die Burg trägt Merkmale der Romanik-Architektur, besonders sichtbar an einem aufwändig geschnitzten Fensterrahmen an der Westwand. Dieses Bauelement zeigt die Handwerkskunst der Zeit und wie solche Befestigungen auch Wohnkomfort boten.
Die beste Zeit zum Besuch ist während der Trockenzeit, wenn die Wege rund um die Ruinen am leichtesten zugänglich sind. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da Steine uneben sein können und die moderne Treppe auf der Südseite steil ist.
Bei Grabungen 1846 wurden antike Münzen und römische Medaillen in den Ruinen gefunden, die eine faszinierende Verbindung zur Legende des Pontius Pilatus während seines Exils suggerierten. Diese Artefakte werfen Fragen über die älteren Wurzeln des Ortes auf und seinen Bezug zu antiken Reiserouten.
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