Castello della Valle, Mittelalterliche Burg in Fiumefreddo Bruzio, Italien
Castello della Valle ist eine mittelalterliche Burg in Fiumefreddo Bruzio, die auf einem Hügel mit Blick auf das Tyrrhenische Meer liegt. Sie verfügt über zwei runde Türme, ein großes Eingangstor mit Renaissance-Elementen und restaurierte unterirdische Räume.
Die Burg wurde 1201 gegründet. 1531 übertrug Karl V. das Lehen Fiumefreddo an den Markgrafen Hernando de Alarcón, der sie im Stil der Spätrenaissance zu Wohnzwecken modernisieren ließ; aus dieser Phase stammt das Eingangsportal im Stil Michelangelos. 1806–1807 belagerten napoleonische Truppen die Burg und zerstörten sie fast vollständig; Fiumefreddo kapitulierte am 12. Februar 1807.
1975 bot der Maler Salvatore Fiume an, das Dorf kostenlos mit seinen Werken wiederzubeleben, und ab diesem Jahr bemalte er die Innenwände und einige Außenwände der Burg. 1996, ein Jahr vor seinem Tod, bemalte er das Innere erneut, nachdem die ursprünglichen Fresken durch Witterung zerstört worden waren. Der Saal La Stanza dei desideri, dessen Ruinenmauern mit Bildern seines Traums von Fiumefreddo bedeckt sind, gilt als sein Meisterwerk; zwei Bronzeskulpturen von dort stehen heute im Ratssaal.
Die Burg ist für Besucher frei zugänglich, einschließlich der restaurierten unterirdischen Bereiche. Es empfiehlt sich, festes Schuhwerk zu tragen, da beim Abstieg in die Untergeschosse Treppen zu nehmen sind.
Im Jahr 2006 erklärte die Gemeinde die Burg offiziell zum Denkmal gegen alle Kriege, als Erinnerung an ihre Zerstörung durch napoleonische Truppen. Damit ist sie eines der wenigen Bauwerke in der Region, die eine solche formelle Friedenswidmung tragen.
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