Nekropole von Castelluccio in Noto, Archäologische Stätte und Nekropole aus der Bronzezeit in Noto, Sizilien, Italien
Die Castelluccio-Ausgrabungen sind eine bronzezeitliche Nekropolis mit Bestattungskammern, die in Felsformationen eingehauen wurden. Die Räume zeigen bearbeitete Eingänge mit spiralförmigen Mustern und sind mit Keramikgefäßen und Knochenwerkzeugen gefüllt.
Die Ausgrabungen begannen in den frühen 1900er Jahren und enthüllten eine Siedlung aus dem Jahr 2200 v.Chr. Diese Entdeckung etablierte die Grundlagen der Castelluccio-Kultur, einer frühen bronzezeitlichen Zivilisation Siziliens.
Die Gräber enthalten bemalte Keramikgefäße mit charakteristischen braunen Linien auf gelblichem Untergrund sowie geschnitzte Knochenwerkzeuge. Diese Objekte zeigen Parallelen zu ähnlichen Funden auf Malta und deuten auf Handelskontakte über das Mittelmeer hin.
Der Ort wird am besten mit einem Führer besucht, da die Kammern in Felsbrocken verteilt sind und die Wege nicht immer deutlich zu erkennen sind. Bequeme Schuhe und Wasser sind wichtig, da das Gelände rau ist und wenig Schatten bietet.
Archäologen fanden einen meterhohen Keramiktopf mit Rückständen von Olivenöl, das älteste Zeugnis der Olivenölproduktion in Europa. Dieser Fund zeigt, dass die Menschen vor fast 4300 Jahren bereits fortgeschrittene Anbau- und Lagertechniken hatten.
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