San Giovanni di Malta, Kirchengebäude in Messina, Italien.
San Giovanni di Malta ist eine Kirche in der Via San Giovanni di Malta in Messina. Die hohe Fassade ist unten mit großen Quadern rustiziert und oben glatt, in Joche mit hohen Blendbögen und vertieften Feldern gegliedert, mit Pilastern, Bogennischen und einem vorspringenden Gesims unter einem schlichten Dachrand. Ein kleines weißes Schild mit blauem Rand zeigt „via G. La Farina“.
Ursprünglich im 6. Jahrhundert als erstes Benediktinerkloster Siziliens gegründet, wurde die Kirche später vom Architekten Giacomo del Duca wiederaufgebaut und erlitt schwere Schäden bei den Erdbeben von 1783 und 1908.
Der Name „di Malta“ stammt von den Rittern des Heiligen Johannes von Jerusalem, später Malteserritter, die den Komplex ab 1086 besaßen und ihn bis 1806 zu ihrem sizilianischen Sitz machten. Im Sacello dei Martiri wird der versteinerte Leib des Abtes Martin, der bei einem Überfall den Tod fand, vollständig aufbewahrt. Die Kirche trägt auch den Namen San Giovanni di Malta - San Placido e Compagni Martiri.
Die Kirche steht an der Via San Giovanni di Malta, wie das an der Fassade sichtbare Straßenschild bestätigt, nahe dem Präfekturpalast. Die Straßen der Innenstadt von Messina sind eng und belebt; zu Fuß oder mit dem Stadtbus ist man daher leichter unterwegs als mit dem Auto. Am besten betrachtet man die Fassade von der gegenüberliegenden Straßenseite, wo die drei Bäume vor ihrem unteren rechten Teil das Grobquaderwerk rahmen.
Die Kirche bewahrt das Grabdenkmal von Francesco Maurolico, dem berühmten messinischen Wissenschaftler, geschaffen vom Künstler Buceti, zusammen mit kostbaren liturgischen Silberobjekten von gefeierten örtlichen Meistern.
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