Certosa di San Pietro, Renaissancekloster und Kirche in Castelnuovo Berardenga, Italien.
Die Certosa di Pontignano ist ein Renaissancekloster in Castelnuovo Berardenga mit einer traditionellen kartauesischen Architektur, die aus Mönchszellen um einen großen Kreuzgang, Unterkünften für Laienmönche und Kirchenbereichen besteht. Der Komplex bildet eine geschlossene Gemeinschaft, in der sich die verschiedenen Funktionsbereiche harmonisch um zentrale Gartenflächen anordnen.
Der Komplex wurde 1343 von Bindo di Falcone Petroni in Auftrag gegeben und erlitt 1554 schwere Zerstörungen durch Söldnertruppen. Nach diesem Überfall folgte ein aufwendiger Wiederaufbau, der das heutige Aussehen des Klosters prägt.
Die Kirche zeigt aufwendige Fresken mit Szenen aus dem Leben Christi und des Heiligen Bruno sowie einen Holzchor, der von einem renommierten Künstler des 16. Jahrhunderts angefertigt wurde. Diese Ausstattung prägt bis heute das Innere und lässt Besucher die künstlerische Sorgfalt der früheren Mönche unmittelbar erleben.
Der Ort wird von der Universität Siena betrieben und dient heute als Veranstaltungsort für akademische Konferenzen, Studiertreffen und andere Zusammenkünfte in historischer Umgebung. Besucher sollten mit längeren Gehwegen rechnen, da sich die verschiedenen Bereiche des Komplexes über das Gelande verteilen.
Der Komplex ist für seine drei unterschiedlichen Klostergärten bemerkenswert: zwei Rechtecke mit Grasflächen und ein Renaissancegarten mit geometrischem Muster, der zwischen Olivenbäumen angelegt ist. Diese Vielfalt an Gartengestaltung spiegelt wider, wie die Kartäuser Natur und menschliche Ordnung miteinander verbunden haben.
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