Sant’Antioco di Bisarcio, Romanische Kathedrale in Ozieri, Italien
Sant'Antioco di Bisarcio ist eine romanische Kathedrale auf einem isolierten Vulkanhügel nahe Chilivani, unweit von Ozieri im Norden Sardiniens. Die Kirche besitzt eine Vorhalle mit sechs Kreuzgewölben und eine dreifach gegliederte Arkadenfront aus dunklem Basaltstein.
Die Kirche wurde im späten 12. Jahrhundert errichtet und diente von 1065 bis 1503 als Bischofssitz im Giudicato di Torres. Nach dem Ende dieser Ära wurde sie nicht weiter genutzt und blieb weitgehend so erhalten, wie sie damals war.
Sant'Antioco di Bisarcio zeigt an seiner Fassade eine Mischung aus lombardischen und pisanischen Bauelementen, die in Sardinien nur selten so deutlich sichtbar ist. Die Vorhalle mit ihren Kreuzgewölben lädt Besucher dazu ein, innezuhalten und das Zusammenspiel der verschiedenen Steinarten zu beobachten.
Die Kathedrale steht auf einem Hügel mit weitem Blick in die Umgebung und ist von den umliegenden Dörfern aus gut erreichbar. Es empfiehlt sich, festes Schuhwerk zu tragen, da der Weg zum Eingang und das Gelände rund um das Gebäude uneben sind.
Im Obergeschoss befindet sich eine private Kapelle des Bischofs, die durch ein Zwillingsfenster in das Kirchenschiff blickt und so den Klerus in die Lage versetzte, die Gottesdienste von einem verborgenen Raum aus zu verfolgen. Dieser Raum ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele einer solchen bischöflichen Privatandacht in Sardinien.
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