Sant'Antonio Abate, Breno, Ehemaliges Kirchengebäude in Breno, Italien
Sant'Antonio Abate ist eine Kirche mit einer hell verputzten Fassade und einem hohen quadratischen Glockenturm aus rauem graubraunem Stein rechts, der von einem weißen Glockenstuhl mit Zifferblatt gekrönt wird. Die Fassade hat eine gestufte Dachlinie, ein großes bogenförmiges Fenster mit dunklen Scheiben und eine kleine bogenförmige Tür mit Steinrahmen. Im Inneren ist ein einschiffiger Saal in drei unregelmäßige trapezförmige Joche mit Kreuzgewölben unterteilt, und ein Portal aus rotem Sandstein aus dem 15. Jahrhundert rahmt den Eingang.
Das Testament von Giacomo Marone Ronchi finanzierte 1334 den Bau der Kirche, die den Brüdern von Sant'Antonio di Vienne oder der vicinia mit der Pflicht einer täglichen Messe übergeben wurde; 1359 war sie bereits in Betrieb. 1514 erfolgte eine vollständige Renovierung, und ab 1529 trug sie den Pfarrtitel, bis die neue Salvatore-Kirche ihn 1653 übernahm. Ende des 19. Jahrhunderts entweiht, diente sie als Kaserne und dann als Kino, bevor sie 1910 zum Nationaldenkmal erklärt wurde.
Der Name geht auf den heiligen Antonius den Großen zurück, dem Giacomo Marone Ronchi die Kirche 1334 übergab, indem er sie Brüdern des Antoniterordens von Vienne mit der Pflicht einer täglichen Messe anvertraute. Im Presbyterium tragen die Chorwände Fresken Romaninos mit Daniele Mori, um 1535 gemalt, die die drei Jünglinge zeigen, die im Buch Daniel aus dem Feuerofen gerettet werden.
Die Kirche liegt an der Piazza von Breno, und die ansteigende Straße entlang ihrer linken Seite folgt dem unregelmäßigen Verlauf des Platzes, sodass Fassade und Seitenwand nicht parallel stehen. Das Portal aus rotem Sandstein sitzt tief in der Mitte der verputzten Fassade. Das Gebäude wurde Ende des 19. Jahrhunderts entweiht und diente später als Kaserne und als Kino; wer das Innere sehen will, sollte sich deshalb vor Ort erkundigen.
Die Fresken im Presbyterium zeigen ein ungewöhnliches Thema: die drei jungen Israeliten Sadrach, Mesach und Abednego, die Nebukadnezar zum Feuerofen verurteilt, ein Motiv, das mit den Heilkräften des heiligen Antonius verbunden ist. Nur die rechte Wand ist vollständig lesbar; darüber läuft eine gemalte Balustrade mit lärmenden Zuschauern.
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