Saint Francis Xavier church, Barockkirche in Trient, Italien
Die Kirche des Heiligen Franz Xaver ist ein Barockgebäude in Trento mit reicher innerer Ausstattung. Die Wände und die Decke sind mit Fresken bedeckt, und mehrere verzierte Altäre prägen das Innere.
Die Jesuiten ließen sich 1625 mit Erlaubnis von Bischof Carlo Gaudenzio Madruzzo in Trient nieder und erhielten 1648 das Grundstück am Ufer der Etsch mit dem Palazzo da Povo und der Casa delle Costede. Zunächst zelebrierten sie in Räumen des Palazzo da Povo, der dann abgerissen wurde: Der Grundstein wurde am 10. Oktober 1708 gelegt, die Kirche am 19. April 1711 eingeweiht. Nach der Aufhebung des Ordens 1773 blieb sie verlassen, bis die Franzosen sie als Waffendepot nutzten.
Die Kirche wird weiterhin gemeinsam mit Santa Maria Maggiore verwaltet; zwei hölzerne Beichtstühle wurden von dort hierher gebracht. Die Eingangsdecke zeigt ein Fresko von Carlo Gaudenzio Mignocchi mit der Geburt Christi, flankiert von der Taufe Jesu und der Taufe Konstantins. Der Name geht auf den Jesuitenmissionar Franz Xaver zurück, dessen Figur den Eingangsgiebel bekrönt.
Die Kirche steht an der Via Roma im historischen Zentrum von Trient und wird zusammen mit der nahen Kirche Santa Maria Maggiore verwaltet. Man betritt sie durch einen Narthex, der durch ein Gitter vom einschiffigen Raum getrennt ist; die beiden Seitenportale führen zu Vorräumen unter dem Glockenturm. Orgelempore und Matronäen liegen im ersten Geschoss, die Fenster des Obergadens im zweiten.
Von 1917 bis 1923 bewahrte die Kirche die sterblichen Überreste Franz' II. auf, des letzten Königs beider Sizilien. Auf Drängen der österreichischen Kaiserin Zita wurden sie aus Arco hierher gebracht, um sie vor der Front des Ersten Weltkriegs zu schützen. Die Orgel von 1888 aus der Werkstatt der Brüder Mayer besitzt noch ihre ursprüngliche mechanische Traktur mit 18 Registern auf zwei Manualen und Pedal.
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