Church of St. Erasmus, Kirchengebäude in Legnano, Italien.
Die Kirche St. Erasmus in Legnano bewahrt einen Kern aus dem 14. Jahrhundert, eine 1677 mit Pilastern und einem Portal mit Dreiecksgiebel überarbeitete Fassade sowie 1925–1927 in Backstein im Stil des 14. Jahrhunderts erneuerte Außenmauern und Fassade. Im Inneren malte Antonio Maria Turri im 19. Jahrhundert das Hauptgewölbe mit einem Engelsflug um Gottvater aus.
Die Kirche wurde im 14. Jahrhundert errichtet und 1490 restauriert; sie erscheint in den im 14. Jahrhundert von Goffredo da Bussero erstellten Verzeichnissen der Mailänder Sakralbauten, als ihr Altar der heiligen Margareta geweiht war. Ein Vermächtnis von Bonvesin de la Riva vom 18. August 1304 bestimmte einen Teil seines Vermögens den Brüdern des angrenzenden Sant'Erasmo-Hospizes, das 1925 für die Verbreiterung der Simplonstraße abgerissen wurde. Die Fassade wurde 1677 und erneut 1925–1927 unter Podestà Fabio Vignati umgestaltet.
Die Kirche ist heute Kapelle des Krankenhauses von Legnano und trägt den Namen des heiligen Erasmus, Bischof von Formia. Das mittelalterliche Hospiz daneben besaß eine ruota degli esposti, eine Drehlade, in der ausgesetzte Neugeborene anonym abgelegt werden konnten; es diente auch als Hospital und Waisenhaus. Pilger auf dem Weg nach Mailand über eine via romea machten hier Station.
Die Kirche steht am Corso Sempione, der alten Straße nach Mailand; das mittelalterliche Hospiz daneben wurde 1925 für deren Verbreiterung abgerissen. Sie ist zudem Kapellenkirche des Stadtkrankenhauses von Legnano, weshalb sich Gottesdienstzeiten nach dem Klinikbetrieb richten können. Öffnungszeiten vor dem Besuch prüfen.
Fragmente von Fresken des 14. und 15. Jahrhunderts mit dem Martyrium des heiligen Erasmus, einst an den Außenmauern des Hospizes, sind im Stadtmuseum, in der Kirche und im Krankenhaus erhalten, an dem die Kirche als Kaplanei dient.
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