Castello di Venetico, Mittelalterliche Burg in Venetico, Italien
Das Castello di Venetico ist ein militärischer und residenzieller Bau aus dem 15. Jahrhundert auf der Kuppe des Hügels von Venetico Superiore. Der Grundriss ist viereckig, mit zylindrischen Türmen an den Ecken; der Zugang erfolgt im Süden über eine Treppe, die einst in einer heute verschwundenen Zugbrücke endete. Erhalten sind die Ringmauer mit zwei Türmen an der Westseite und ein Teil der Wehrgänge.
Die Spadafora errichteten das Kastell in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts; direkte Nachfahren tragen die Namen Monroy und Samonà. Bis zum Erdbeben von Messina 1908 blieb es gut erhalten, Kriegsbombardements verursachten weiteren Schaden. Carmelo Samonà und seine Schwester Caterina restaurierten es 1920, Alberto und Antonio Samonà 1958-60; bis 1969 diente es den Samonà als Sommerresidenz.
Das Kreuz der Kapelle des Souveränen Malteserordens wurde zusammen mit einem mittelalterlichen Steinportal gestohlen; die Kapelle ist nur noch als Ruine an der Ostseite erhalten. Zwei Spadafora wurden in den Orden aufgenommen: Federico Spadafora e Spadafora am 4. März 1572 und Federico Spadafora Moncada am 25. April 1798.
Das Kastell ist eine private Residenz und nicht öffentlich zugänglich; man sieht es von außen. Auf die Kuppe des Hügels von Venetico Superiore gelangt man von Süden über eine Treppe, die einst an einer heute verschwundenen Zugbrücke endete. Auf der Westseite stehen zwei Rundtürme und Abschnitte der Wehrgänge.
Das Kreuz des Souveränen Malteserordens in der Kapelle, verbunden mit den Rittern Federico Spadafora e Spadafora (Investitur am 4. März 1572) und Federico Spadafora Moncada (25. April 1798), wurde zusammen mit einem mittelalterlichen Steinportal gestohlen. Einige Quellen schreiben den Entwurf dem Architekten Camillo Camilliani zu, doch weder Bauelemente noch Dokumente belegen dies, und ein Geheimgang zum Kastell von Spadafora wurde nie gefunden.
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