San Giorgio, Katholische Kirche in Chieri, Italien
San Giorgio steht auf dem Hügel von Chieri an der Piazzetta San Giorgio, wo einst ein castrum des 10. Jahrhunderts lag. Der Wiederaufbau von 1442 durch die Familie Villas ergab einen dreischiffigen Innenraum mit einer durch Strebepfeiler gestützten Apsis; im 17. Jahrhundert kamen Seitenkapellen hinzu. Die Fassade stammt von Bernardo Antonio Vittone (1752), und der Glockenturm, der frühere Stadtturm, trägt eine pagodenförmige Kuppel.
Im Castrum des 10. Jahrhunderts auf dem Hügel Cario stand bereits eine Kapelle; voraus gingen die gotische Kirche des 14. Jahrhunderts und der Landolf-Turm, der als Stadtturm der Republik Chieri diente. Nach dem Brand von 1412 ließ die Familie Villas, Herren von Villastellone, die Kirche 1442 mit drei Schiffen und einer abgestützten Apsis neu errichten, zur Stadt hin ausgerichtet. Im 17. Jahrhundert kamen Seitenkapellen hinzu.
Im Inneren bewahrt die Kirche eine Auferstehung Christi von Guglielmo Caccia, genannt Il Moncalvo, und eine Bronzeglocke von 1452. Die neugotischen Pflanzenmotive der Gewölbe malte Ende des 19. Jahrhunderts der Chierier Dekorateur Vincenzo Pangella, der auch in der Kathedrale und in San Domenico tätig war. Das Pfarrarchiv verwahrt Dokumente vom 16. bis zum 20. Jahrhundert.
San Giorgio steht an der Piazzetta San Giorgio auf dem Hügel Cario über dem Stadtzentrum und ist zu Fuß durch die alten Gassen erreichbar. Die Fassade von Bernardo Antonio Vittone ist der Stadt zugewandt. Im Inneren liegt die Krypta San Michele unter dem Hauptaltar; die Deckenausmalung des 19. Jahrhunderts stammt von Vincenzo Pangella.
Der Glockenturm von San Giorgio dient als Orientierungspunkt in Chieri und erhebt sich über den umgebenden mittelalterlichen Gebäuden. Der Turm ist von vielen Stellen in der Stadt sichtbar und hilft Besuchern, sich zurechtzufinden.
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