Chiesa di Santa Maria Assunta e Museo Archeologico Simonini, Kirche und archäologisches Museum in Castelfranco Emilia, Italien
Die Chiesa di Santa Maria Assunta ist eine Backsteinkirche an der Via Emilia in Castelfranco Emilia, deren Fassade 1914 von Edoardo Collamarini neu gestaltet wurde. Ihre drei Schiffe wurden zwischen 1879 und 1887 von Don Luigi Crespellani hinzugefügt, der auch die Apsis vergrößerte. Die Fassade trägt Verse aus dem Buch Jesus Sirach: „Reginae Caelesti – Quasi rosa plantata super rivos – quasi oliva speciosa in campis“.
Die Kirche wurde zwischen 1226 und 1232 erbaut, als Papst Gregor IX. die Verlegung der Kirche Santa Maria di Ambliano innerhalb der Mauern von Borgo Franco genehmigte; zunächst hatte sie ein einziges Schiff. Kardinal Gabriele Paleotti erhob sie 1578 zum Erzpriesteramt und Vikariat. Von 1692 bis 1704 ersetzte ein Neubau den verfallenen Vorgänger, und Don Luigi Crespellani fügte bei den Arbeiten 1879-1887 die beiden Seitenschiffe hinzu. Edoardo Collamarini gestaltete 1914 die Fassade neu, und Kardinal Giacomo Biffi weihte die Kirche am 5. Dezember 1987.
Der Name Santa Maria Assunta weist auf die Himmelfahrt Mariens hin, ein zentrales Thema der Kirchenkunst hier. Besucher sehen in den Räumen religiöse Kunstwerke, die zeigen, wie die Gemeinde ihren Glauben ausgedrückt hat.
Das Gebäude liegt in der Innenstadt und ist zu Fuß erreichbar, mit Zugang zu den Ausstellungsräumen und dem Kirchenschiff. Führungen für Gruppen werden auf Anfrage angeboten und ermöglichen einen tieferen Einblick in die Sammlungen.
Die Kirche bewahrt die Reliquien des heiligen Prosper, die Papst Benedikt XIV. 1750 den Mitgliedern der Bruderschaft des Suffragiums schenkte, die nach Rom gepilgert waren. Der zweite Altar im linken Schiff ist dem heiligen Donninus, dem Schutzpatron des Ortes, gewidmet; seine von den Brüdern Ballanti aus Faenza gefertigte Statue wurde 1841 auf Wunsch des Erzpriesters Marco Serrazanetti der Pfarrei übergeben.
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