Santa Maria in Campo, Mittelalterliche Kirche im Zentrum von Florenz, Italien
Santa Maria in Campo ist eine Kirche an einem kleinen Seitenplatz der Via del Proconsolo, wenige Schritte von der Piazza del Duomo entfernt. Sie hat ein einschiffiges Langhaus mit fünf Kapellen einschließlich des Hochaltars und eine schlichte Fassade, die auf die Neuweihe von 1568 zurückgeht. Der Architrav trägt die Inschrift „speciosa in campis“.
Santa Maria in Campo wurde 1137 erstmals erwähnt, als sie noch außerhalb der ersten Stadtmauer von Florenz an der heutigen via del Proconsolo lag; vermutlich entstand sie im 11. Jahrhundert, bevor der fünfte Mauerring (1173-1175) das Gebiet einschloss. Ein Streit von 1220 zwischen Florenz und Bischof Ildebrando da Lucca von Fiesole um Güter, die sein Vorgänger Rinieri abgetreten hatte, führte 1228 dazu, dass Papst Gregor IX. die Kirche Fiesole als Entschädigung zusprach. Gregor X. ließ daneben einen Palast für die Fiesolaner Bischöfe errichten, die 1259 von Alexander IV. das Recht erhielten, dort Kurie und Diözesangericht zu halten. Um die Mitte des 14. Jahrhunderts vergrößert, wurde sie 1585 neu geweiht.
Der Architrav trägt die Inschrift „speciosa in campis“ (schön auf den Feldern), bezogen auf das offene Gelände vor den alten Mauern; die Tradition verbindet den Namen mit einem in einem nahen Feld gefundenen Marienbild. Die Kirche gehört zum Bistum Fiesole, nicht zu Florenz, nach einem Streit von 1220, den Gregor IX. 1228 entschied. Franco Sacchetti lässt hier eine Novelle spielen, in der eine Bärin an die Glockenseile gebunden wird.
Die Kirche liegt an einem kleinen Seitenplatz der Via del Proconsolo, wenige Schritte von der Piazza del Duomo entfernt. Sie gehört zum Bistum Fiesole, nicht zu Florenz; seit 1684 sind Prozessionen auf den kleinen Vorplatz beschränkt. Auf dem Architrav steht die Inschrift „speciosa in campis“.
Die Pfarrei ist Schauplatz von Franco Sacchettis Erzählung „Le campane di Santa Maria del Campo": Spaßvögel banden die zahme Bärin des Podestà an die Glockenseile, die Glocken läuteten, und das Viertel rief „Feuer!". Die Kirche gehört zudem zum Bistum Fiesole, nicht zu Florenz, ein Status, den Papst Gregor IX. 1228 festlegte.
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