Chiesa di Santa Maria in Cellis, Religiöses Renaissancegebäude in Carsoli, Italien.
Die Chiesa di Santa Maria in Cellis ist ein Renaissancegebäude mit einer horizontalen Fassade, die durch ein Gesims geteilt wird. Der untere Bereich enthält ein Portal und zwei Fenster, während der obere Bereich ein Renaissancefenster zeigt.
Die Kirche stammt wohl aus dem 10. Jahrhundert und wurde von den Kamaldulensern des heiligen Romuald errichtet. Um das Jahr 1000 ließ Graf Rainaldo der Marser sie restaurieren und fügte ein Kloster hinzu. Von 1048 bis 1057 war sie Kathedrale des neuen Bistums Carsoli, das Papst Benedikt IX. unter dem Druck der Grafen der Marser schuf; diese setzten Azzo, genannt Attone, neben Pandolfo als Bischof durch, bis die römische Synode 1057 den Schismus beendete. 1059 schenkte Graf Siginolfo Berardi das Kloster Montecassino.
Der Name „in Cellis“ verweist auf die Mönchszellen der Kamaldulensergemeinschaft des heiligen Romuald, die die Kirche im 10. Jahrhundert aus Verehrung der Gottesmutter errichteten. In einer Nische des Glockenturms steht die Figur eines Königs, den die lokale Überlieferung mit Karl I. von Anjou gleichsetzt. Die hölzernen Türen von 1132 mit Szenen des Neuen Testaments werden heute im Museo d'Arte Sacra della Marsica in Celano aufbewahrt.
Die Kirche steht neben dem Friedhof von Carsoli in der Provinz L'Aquila; man erreicht sie von der Stadt aus über die Straße zum Friedhof. Die hölzernen Türen von 1132 mit Szenen des Neuen Testaments sind nicht mehr an Ort und Stelle, sondern werden im Museo d'Arte Sacra della Marsica in Celano aufbewahrt.
Der Glockenturm ist bemerkenswert, da er große bearbeitete Blöcke aus römischen Grabdenkmälern wiederverwendet. Diese Praxis zeigt, wie Gemeinden Materialien aus älteren Strukturen aufbrauchten, um neue Gebäude zu errichten.
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